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Langsam ist nicht langweilig!

Ich mag die Geschwindigkeit! Schnell denken, schnell entscheiden, mit Tempo durchs Leben gehen. Auch auf der Yogamatte übe ich besonders gerne Flows, auch gerne mit Musik. Aber dann bitte solche mit einem groovigen Rhythmus! Ich habe lange gebraucht, um Shavasana nicht als langweiliges, zähes und unsinniges Rumliegen zu empfinden. Denn Hand aufs Herz: Natürlich ist es angenehmer, das Muster, mit dem man gut durchs Leben kommt, auch auf die Yogamatte mitzunehmen.

 

Wir überholen links

Aber … wenn es beim Üben auch darum geht, seinen Körper besser kennenzulernen und sich mit ihm anzufreunden, ist zu hohe Geschwindigkeit wenig förderlich, denn wie auf der Autobahn überholen wir links und fahren an der tieferen Erfahrung vorbei. Um auf die Stimme unseres Körpers zu hören und ihn wirklich im Detail wahrzunehmen, müssen wir auf die Bremse treten und unsere Körperwahrnehmung schulen.

 

In die Erfahrung eintauchen

Wie ist eine Haltung „gleichzeitig stabil und mühelos“, wie finden wir das „angemessene Maß an Anstrengung, erkennen die dabei auftretenden überflüssigen Anspannungen und lassen sie wieder los“, wie Patanjali im Yoga-Sutra beschreibt? Um das zu ergründen, müssen wir unseren Körper in der Asana wahrnehmen und dazu braucht es Zeit. Welchen Muskel muss ich anspannen, wo kann ich loslassen? Wie verändert sich mein Üben, wenn ich mehr Kontakt zu einzelnen Muskelgruppen aufbauen kann? Wie kann ich tatsächlich spüren, dass mein Atem mich unterstützt?
In einer Praxis, in der ich mich langsam und achtsam bewege, kann ich in die Körpererfahrung eintauchen und fein justieren. Aber das ist noch nicht alles: Dabei regeneriert sich das Nervensystem und der Geist bekommt den nötigen Raum kreativ zu erkunden, was beim Üben passiert.

Und wer weiß, was es da alles zu entdecken gibt?

 

Tritt mit Ingrid auf die Bremse!

Slow Motion Workshop: Entdecke deine Praxis neu!

Samstag, 26. Oktober 2019 / 14:00 Uhr

 

Foto: Daniel Fuss Fotografie