•  BlogBildweb.jpg

    BLOG

„The Monkey is the Messenger” – von der Lust und dem Frust ein Yogabuch zu übersetzen

Ralph de la Rosa „The Monkey is the Messenger” – von der Lust und dem Frust ein Yogabuch zu übersetzen

„Könnten Sie sich vorstellen, ein Meditationsbuch zu übersetzen?“ Als der Kamphausen Verlag mir diese Frage stellte, dachte ich sofort: „Na klar, da bin ich doch genau die Richtige! Als Yogalehrerin, die schon so viele Meditationen angeleitet und zahlreiche Workshops zu diesem Thema besucht hat, ist das doch ein Klacks!“ Gesagt, getan. Ich nahm den Auftrag an und stürzte mich voller Neugier auf Ralph de la Rosas „The Monkey ist the Messenger“.

 

Alles easy? Von wegen!

Der Titel sagt es bereits: Es geht um unseren „Monkey mind“, unseren immer beschäftigten Verstand, der uns mit seinen Geschichten ununterbrochen auf Trab hält. Spannend – und klar, weiß ich doch, das kenne ich, sagte sich mein Monkey Mind und wähnte sich in Sicherheit „Was kann der mir schon Neues erzählen?“, dachte er sich etwas herablassend. Und irrte sich gewaltig. Dieses Buch war nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich völlig anders als erwartet.

 

Alles anders!

Der Autor beschreibt, dass unser Monkey Mind eine Botschaft, oder besser gesagt, mehrere Botschaften für uns hat. Es geht gar nicht darum, diesen Monkey Mind zum Schweigen zu bringen oder zu „beseitigen“, sondern ihn ernst zu nehmen und ihm zu verstehen zu geben, dass ALLES, was er uns zu sagen hat, etwas Gutes und Wichtiges ist. Er möchte uns schützen, gut durchs Leben bringen, für ihn geht es ganz oft ums Überleben. Denn unser Gehirn, gerade das Stammhirn, ist schon sehr alt. Seit der Steinzeit hat sich da nicht viel getan. Was wirklich passiert und was sich der Geist nur vorstellt, ist für das Stammhirn egal. Das biologische Programm, das damit verbunden ist, fährt trotzdem ab. Und deshalb ist es so wichtig, die Botschaften des „Affen“ zu hören und auch ernst zu nehmen.

Spannend und herausfordernd zugleich, sowohl für die Leser als auch für die Übersetzerin. Herausfordernd auch, weil ich die sehr präzise englische Sprache des Autors ins Deutsche bringen musste. Unsere Sprache ist leider nicht so klar und gerade bei Meditationsanleitungen ist es gar nicht so einfach, die richtigen Worte zu finden, ohne dabei zu viele Worte zu machen. Eine Herausforderung, die  sich mir in jeder Yogastunde, aber auch im Leben stellt.

Wir sehen uns auf der Matte!

 

Foto: "iStock.com/Xsandra"