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Von Neuanfängen und dem Mut, sich zu zeigen

Vor einiger Zeit ist mir ein Buch begegnet: “Das Ja-Experiment, a year of yes” von Shonda Rhimes. Sie ist eine in den USA sehr bekannte Drehbuchautorin, die sich die Frage gestellt hat, warum sie in so vielen Situation immer erst einmal Nein sagt. Nein zu Lob, zu Herausforderungen, zu Neuanfängen. Sie beschließt daraufhin, ein Jahr lang zu allem Ja zu sagen.

Ein ziemlich radikales Experiment, das ich erst einmal als “typisch amerikanisch” abgetan habe, aber der Gedanke ließ mich nicht los. Wie oft sagen wir erst einmal Nein? Aus Angst, aus Scham, aus Unsicherheit? Und wenn man diesen Gedanken weiter denkt … wie viel verpassen wir mit diesem Verhalten? Wie viele Chancen lassen wir ungenutzt, weil wir lieber erst mal abgelehnt haben?

Während ich so vor mich hin grübelte, sagte eine sehr laute Stimme in mir: “Aber das ist doch total verständlich. Stell dir mal vor, es klappt nicht. Du merkst, dass du etwas nicht kannst. Und alle merken es auch. Wie peinlich. Du verlierst dein Gesicht!” Und eine etwas leisere antwortete: “Na ja, aber dann hörst du halt wieder damit auf. Ist doch nicht so schlimm …”

Diesen inneren Dialog habe ich in den letzten Monaten oft geführt, egal, ob ich ein Buch geschrieben, ein Webinar gegeben oder mir ein neues Yoga-Format überlegt und umgesetzt habe. Und zu vielem tatsächlich Ja gesagt. Auch wenn es schwierig ist, ich zweifle, Dinge peinlich finde, es nicht rund läuft oder auch gar nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle.

Letzten Freitag war es wieder soweit, nach meiner erste „Good Morning Sunshine“- Stunde. Und doch … war es ein so schönes Gefühl mit anderen eine Gemeinschaft zu bilden. Authentisch zu sein, etwas zu teilen. Und es beim nächsten Mal anders und vielleicht besser zu machen. Möglichkeiten zu entdecken.

Ausprobieren lohnt sich!

 

Foto: "iStock.com/Federherz"